Mamlok-Preis 2020

Der Mamlok-Solistenpreis 2020 für Interpret*innen zeitgenössischer Musik geht an die Schlagzeugerin Leonie Klein.

Die Preisverleihung findet am 5. Mai 2020 im Rahmen eines Konzertes im Konzerthaus Berlin statt.

NDR Kultur I neue musik

Neue Musik für Schlagzeug

04. Februar 2020, 21.00 – 22.00 Uhr, NDR Kultur

Donnergrollen – Es sind nicht immer die akrobatischen eindrucksvollen ‚Zirkusnummern‘, die die Schlagzeuger begeistern und in ihnen den Feuereifer des lustvollen Spielens wecken. Auch wenn Leonie Klein ihre Portrait-CD „Gathering Thunder“ nennt, spielt sie dort doch eher mit Ausklängen und intimen Momenten der Musik als mit schlagkräftigen Virtuosentricks. Ihr wichtigster Lehrer ist Isao Nakamura. Der Japaner ist ein Meister der Intensität. Man erlebt ihn weniger als Zauberer einer ohrenbetäubenden entfesselten Raserei, eher brüllt er schon mal in eine Trommel, nur um deren Resonanz zum Klingen zu bringen und damit intime Berührungen zu schaffen. Was kann das Schlagzeug? Eine Spurensuche und eine eher in meditative Räume führende Klangstunde mit der hochsensiblen tanzenden Schlagzeugerin Leonie Klein.

https://www.ndr.de/ndrkultur/epg/Donnergrollen,sendung996728.html

Vom Eigenleben der Klänge. Trailer

Ein Film von Leonie Klein. Produktion des Instituts für Musikjournalismus an der Hochschule für Musik Karlsruhe, 2019

Das Schlagzeug bringt eine unglaubliche Vielfalt an Klängen und Geräuschen mit sich, die besonders in der zeitgenössischen Musik zur Geltung kommen. Der Komponist Nicolaus A. Huber und die Schlagzeuger Isao Nakamura und Thomas Höfs zeigen, welche Sensibilität wir beim Hören von Klängen entwickeln können. Sie entdecken Eigenschaften von Schlagzeugklängen, die genau das hörbar machen, was die zeitgenössische Musik ausmacht: Die Lebendigkeit von Klängen.

Physisches für das Sammlerherz

Tonträger-Bilanz 2019 von Mátyás Kiss

„Einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt der Musik für Solo-Perkussion gibt uns schließlich Leonie Klein auf ihrer passend betitelten CD „Gathering Thunders“. Neben Klassikern der 50er-, 60er- und 70er-Jahre von Stockhausen, Lachenmann und Xenakis dürfen wir neuere Beiträge von Eötvös, Nicolaus A. Huber und Johannes Fischer entdecken, alle in süperbem SWR-Klangbild brillant realisiert von einer bestens aufgelegten Leonie Klein.“ (Wergo)

https://www.nmz.de/artikel/physisches-fuer-das-sammlerherz-1

„Speaking Drums“ mit Peter Eötvös an der HfM Karlsruhe

Bild und Ton: ComputerStudio HfM Karlsruhe
© Renate Austen

Badische Neuste Nachrichten 25.11.2019

Letzte Werke und eine Prise Humor

„Perkussionistin Klein mit phänomenaler Leistung“

Speaking Drums mit der phänomenalen Perkussionistin Leonie Klein von der Musikhochschule zeigt eine ganz andere, durchaus humorvolle Seite des Komponisten – nicht nur, wenn im Orchester plötzlich Bernstein-Anklänge durchzubrechen scheinen. Der ritualhafte, klanglich ungemein variable Percussions-Part fordert von der Solistin zudem Sprechgesang nach Texten von Sandor Weöres. Vom Komponisten fordernd geleitet, bildet das Orchesterspiel eine Folie für die Aktionen der Solistin, die ihre Trommeln gar zum „Sprechen“ bringt. Das für Martin Grubinger komponierte Stück hat auch eine hohen „Show-Wert“, was von Leonie Klein mit größter Intensität und hörbarem Vergnügen ausgekostet wird. Wobei ihr die rhythmisierten Nonsens-Gedichte von Weöres gleichsam zu musikalischen Material werden. Eötvös gibt hier trotz strenger Konstruktion der Solistin interpretatorisch großen Freiraum, die diese stets zu nutzen weiß.“